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  • 24.10.

  • 2008

Pflichtablieferung von Medienwerken

Die deutsche Nationalbibliothek hat den Auftrag Netzpublikationen zu sammeln und somit einen zeitgemäßen Beitrag zur Wahrung des digitalen Kulturerbes zu leisten.

Vorne weg: Private Webseiten aber auch Webpräsenzen von Unternehmen sind nicht betroffen. Auch Inhalte die dem geselligen Leben dienen, müssen ebenfalls nicht in die Bibliothek kopiert werden. Software, Fernseh- und Hörfunkproduktionen auch nicht. Was bleibt dann noch übrig?

Themen- oder personenbezogene Informationen, die von öffentlichem Interesse sind, wie z. B. über Personen des öffentlichen Lebens oder über Kleintierzucht, sind sammelpflichtig.

Beispiele für Netzpublikationen sind elektronische Zeitschriften, E-Books, Digitalisate, Musikdateien oder Webseiten. Hochschulprüfungsarbeiten, wissenschaftliche Publikationen, aber auch Seminararbeiten unterliegen somit der Abgabepflicht. Wer seine Seminar/Examens/Diplom-Arbeit(en) ins Netz stellt, sollte die Nationalbibliothek kontaktieren.

Eine Liste der wichtigsten Fragen hat die Nationalbibliothek hier zusammengetragen und beantwortet.

Der Sammelauftrag

Auch wenn der Eine oder Andere unnötig Panik vor dem administrativen Aufwand bekommt, so ist dieser gesetzlich vorgeschriebene Sammelauftrag eine sinnvolle Aufgabe für die Archivierung digitaler Kultur.

Zur Zeit ist allerdings die Frage der technischen Umsetzung noch nicht vollständig geklärt.

Der Vorteil staatlicher Sammelleidenschaft

Ein digitales Werk in der Nationalbibliothek als Kopie archiviert zu wissen, verleiht der wissenschaftlichen Arbeit, oder der personenbezogenen Information, eine gewisse Anerkennung. Abgesehen davon ist eine unabhängige Instanz wichtig, will man das digitale Kulturerbe, vor kommerziellen Angeboten wie Google, bewahren.

  • 17.10.

  • 2008

Woraus besteht das Internet?

Metadata Analysis and Mining Application (MAMA)

Opera hat einen speziellen Crawler entwickelt, der die technische Struktur von Webseiten analysiert. Er ist in der Lage HTML, XHTML, CSS, Flash oder Skriptsprachen zu erkennen und überprüft, ob der Quellcode einer Seite auch W3C-standardkomform ist.

Eigentlich wäre ein „Gestaltungs-Crawler“, der Webseiten nach Benutzbarkeit untersucht, für Webdesigner auch sehr interessant. Denn es gibt eine Menge Webseiten die dringend eine gestalterische Überarbeitung benötigen. Aber das ist ein anderes Thema...

MAMA entstand übrigens in der Abteilung für Qualitätssicherung um den hauseigenen Browser in der realen Welt zu testen.

Das klingt jetzt nicht besonders einmalig, aber die gleichzeitig entstandene Studie von Opera ist weitaus interessanter. Es wurden 3.509.180 URLs in 3.011.668 Domains überprüft. Schlappe 4,1 Prozent der Webseiten waren valide. Opera untersuchte, wie konform der Code war, den die verschiedenen Content-Management-Systeme dynamisch generierten. Typo3 lag mit 12,7 Prozent an der Spitze, gefolgt von WordPress (9 Prozent) und Joomla (6,5 Prozent).

Gängige Webeditoren sind in Sachen Standards die reinsten Versager. Ganz hinten lag Microsoft Word. Ok. Wer exportierte Word-Dokumente ins Netz stellt, hat es echt eilig gehabt, oder keine Lust sich damit zu beschäftigen.

Opera stellte zudem auch fest, dass nur in jeder vierten deutschen Webseite Flash eingebunden ist. Chinesen sind da weitaus aufgeschlossener.

Fehlersuche

Die doch sehr umfangreichen Erkenntnisse von Opera sind sicherlich wertvoll, aber es liegt nicht nur an dem eingesetzten CMS oder Web-Editor. Die reale Welt sieht doch ein wenig anders aus. Denn viele Webseiten werden von geschulten Mitarbeitern eines Unternehmens gepflegt. Aber auch bei der professionellen Betreuung durch einen Webdesigner(in) oder einer Agentur, die gestalterische Aufbereitung ist oftmals viel wichtiger als die Validierung einer Webseite.

Das ist natürlich nicht optimal. Wenn aber Beides berücksichtigt wird, ist eine Webpräsenz langfristig erfolgreicher. Und wenn erst einmal der Internet-Explorer 6 bei der Erstellung von Webseiten nicht mehr zu berücksichtigen ist, dann wird so manche Webseite einfacher und schneller fertig sein!

Summa Summarum: Es gibt noch viel zu tun. Validieren wir es.

  • 8.10.

  • 2008

Welche Krise

Der große Karl will mit Geld nichts zu tun haben +++ Bei Myspace verdienen Praktikanten 400 Euro +++ Versautes Diesel

In der FAZ gibt es ein recht amüsantes Interview mit Karl Lagerfeld.
Hier ein paar Auszüge:

  • In schweren Zeiten muss man leichte Kollektionen machen.
  • Krise, Krise, Krise - es kriselt nicht auf der ganzen Welt. Das ist ja nicht 1929.
  • Amerika ist jetzt auch die Alte Welt, wie wir.

Köstlich. Vielen Dank an Alfons Kaiser, der genau die richtigen Fragen gestellt hat.


Ja auch in so tollen Unternehmen wie Myspace fängt man mit ganz kleinen Profilen an. 400 Euro brutto verdient ein Praktikant dort im Monat. Quelle: Prinz 10/08 (Seite 74)

Bei Diesel gibt es eine Spritzig Witzig Party. Das Widget wollte ich hier nicht einbinden. Mit sowas will ich nichts zu tun haben.

Ach ja. Diese Woche erscheint die neue, prophylaktisch gegen Burnout wirkende Deichkind-Single „Arbeit nervt“. Zum Glück sehe ich das wie Karl L. Ich arbeite nicht, sondern fühle mich berufen. Meistens.

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